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16 Kalletaler Orte

Asendorf gehört mit rund 300 Einwohnern zu den kleineren Kalletaler Orten und wurde 1359 erstmals genannt. Erwähnenswert ist ein unter Denkmalschutz stehender Ziehbrunnen aus dem Jahr 1775.

Bavenhausen wurde im Jahr 1343 erstmals urkundlich erwähnt und gilt mit seiner Windmühle von 1853 als Kalletaler Wahrzeichen.

Bentorf, 1359 urkundlich aufgeführt, ist Standort der letzten betriebsbereiten Windmühle im Originalzustand. Sie ist als herausragendes technisches Kulturdenkmal Im Weserbergland bekannt.

Brosen, erste Nennung 1362, ist heute ein weit über Kalletaler Grenzen hinaus bekannter kultureller Treffpunkt. Der Kulturkreis Kalletal e. V., Deele Brosen, hat hier eine Kleinkunstoase im ländlichen Raum geschaffen. 2012 wird in Brosen der 650. Geburtstag des Ortes gefeiert.

Erder blickt auf über 850 Jahre Geschichte zurück, die wesentlich von einem Strom geprägt wurde - der Weser. Der Weserhafen Erder war lange Jahre Lippes Tor zur Welt. Das als Alte Schule bekannte Gebäude, das 1833 als Lippisches Zollhaus errichtet wurde, erinnert heute noch an diese Epoche.

Heidelbeck, seit 1257 als Siedlung belegt, beeindruckt besonders durch das ehemalige Schloss, in dem sich heute ein gastronomischer Betrieb befindet. Die frühere Schlossmühle beherbergt heute das Wald- und Forstmuseum.

Hohenhausen, 1020 erstmals genannt, ist Zentrum und Verwaltungssitz der Gemeinde Kalletal. Hier leben 3.700 Einwohner. Sehenswert: die Paulus-Kirche aus dem 12. Jahrhundert, das Rathaus (hier befand sich bis Ende 1968 das Amtsgericht), eine ehemalige Wassermühle - heute die Bücherei „Corves Mühle" und das Bürgerhaus, ein Fachwerkbau aus der Renaissancezeit. Im Jahr 171 1 wurde in Hohenhausen Stephan Ludwig Jacobi geboren, der als Begründer der künstlichen Besamung in der Fischzucht in die Geschichte einging.

Echternhagen ist das größte Gewerbegebiet der Gemeinde Kalletal.

Kalldorf: Der Name des Dorfes geht auf die Ritter von Callendorp zurück, die hier im 13. Jahrhundert über umfangreichen Grundbesitz verfügten. Erwähnenswert sind die Niedernmühle, das Zieglerdenkmal und der Engelmeiersche Hof, ein Massivbau aus Brucstein, der heute als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird.

Langenholzhausen wird erstmals 1245 urkundlich genannt. Herausragende Baudenkmäler sind Fachwerkhäuser im Bereich der Krämerstraße, die fürstliche Erbpachtmühle und die Kirche. In der Kirche befindet sich eines der bedeutendsten Orgelbauwerke Westfalen-Lippes aus dem Jahr 1752.

Lüdenhausen, 1339 erstmals erwähnt, hier prägen Kirche und Pfarrhaus die Ortsmitte. Der jüdische Friedhof mit seinen erhaltenen Grabsteinen zeugt von der Existenz jüdischen Landlebens in den Dörfern der heutigen Gemeinde Kalletal bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Erst vor einigen Jahren wurde in einem Wohnhaus ein rituelles Tauchbad, eine so genannte Mikwe entdeckt und wieder freigelegt.

Osterhagen ist mit seinen wenigen Höfen und Bewohnern der kleinste Kalletaler Ortsteil und kann aus gutem Grund eine Oase der Ruhe genannt werden.

Stemmen fand erste Erwähnung 1331 Sehenswert: der Stöckersche Hof, ein zweigeschossiges barockes Wohnhaus mit hoher Freitreppe aus dem Jahr 1750 mit den zugehörigen Wirtschaftsgebäuden.

Talle, liebevoll als Kalletaler Bergdorf bezeichnet, wird im Ortskern durch die Petruskirche, den Berggarten und verschiedene Fachwerkhäuser bestimmt. Der Westturrn der Kirche wurde bereits um 1 100 errichtet, Auf dem alten Kirchhof finden sich einige gut erhaltene barocke und klassizistische Grabsteine, Ein herausragendes Zeugnis lippischer Siedlungsgeschichte stellt das bereits im Jahr 1 359 errichtete Gut Niederntalle dar.

Varenholz, Geschichte und Erscheinungsbild dieses Ortsteiles wird dominiert vom Weserrenaissanceschloss Varenholz (heute private Realschule mit Internat) und der seit 1682 bestehenden Schlosskirche. Erlebenswert: der Campingpark Kalletal mit seinen guten Bade- und Wassersportmöglichkeiten, u. a. Wasserski.

Westorf wurde erstmals im 12. Jahrhundert in einem Güterverzeichnis der Abtei Herford genannt. In der Geschichte des Dorfes waren Wanderziegelei und Zigarrenfabrikation im 19. und 20. Jahrhundert von großer Bedeutung. Hier und in anderen Ortschaften finden sich der Tradition verpflichtete Zieglervereine.